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Für Lehrer(innen): Grundkurs in Katholischer Soziallehre "Gerechtigkeit in der Steuerpolitik?"

Kommende Vision Gerechtigkeit

 

 

 

 

 

 

 

Das am besten gehütete Geheimnis der Katholischen Kirche
- für Lehrer(innen) gelüftet

 

Die Katholische Kirche hüte ein Geheimnis, behauptet ein Insider. Werde dieses machtvolle Geheimnis gelüftet, so würde es Gesellschaften und die Welt, wie wir sie kennen, verändern. So beschreibt der Kolumnist Tony Magliano das Ergebnis seiner Recherchen zur Katholischen Soziallehre.

 

Nächste Veranstaltung 2017:

„Warum sich die Kirche in gesellschaftliche Belange einmischt... Ein Grundkurs in Katholischer Soziallehre für Lehrer(innen)“

Schwerpunkt: (Un-)Gerechtigkeit in der Steuerpolitik?

Zeit: (neue Anfangszeit!) Do, 12:15 Uhr zum Mittagessen, 13:00 Uhr inhaltlicher Beginn, bis Fr, 13 Uhr, 19. - 20. Oktober 2017 in der Kath. Akademie Schwerte
Referenten: Dr. Andreas Fisch; Pater Dr. Jörg Alt, SJ, Nürnberg (letzterer per Video) wird von seinen Kampagnen-Erfahrungen berichten, wie Kirche sich für eine gerechtere Steuerpolitik einsetzt.

Einladungsflyer zum Download HIER!

Direkt zur Anmeldung HIER!

 

Seminar Teilnehmer Manche Fachleute bezeichnen die Katholische Soziallehre - nicht ohne Zynismus! - als das am besten gehütete Geheimnis der römisch-katholischen Kirche. Das Erzbistum Paderborn möchte dieses Geheimnis für Katholische Schulen lüften und ist mutig genug, diesen Sturm ins eigene Haus zu lassen. Fortbildungen des Sozialinstituts Kommende Dortmund sollen Lehrer(innen) aller Fachrichtungen mit der Katholischen Soziallehre vertraut machen und dadurch gleich dreierlei anregen:

1) Die Katholische Soziallehre erarbeitet sich ihren Zugang zur Wirklichkeit und den Problemen der Menschen stets mit Hilfe von anderen Disziplinen und bietet sich daher für die verschiedenen Schulfächer an, besonders natürlich Politik/Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Geschichte, Religion und Philosophie. Daher lohnen sich Impulse, wie die Katholische Soziallehre fachübergreifend sinnvoll eingebracht werden kann. Sei es zur Begründung von Entwicklungszusammenarbeit und einem gerechten Welthandel oder der sozialen Frage der Flüchtlinge und der Arbeitnehmer(innen). Oft unterbleibt dies, weil keine Katholische Soziallehre im Lehramtsstudium gelehrt wird, ja, oft nicht einmal im Fach Katholische Religion. Sie bleibt dann im Geheimen verborgen.

2) Zugleich möchte dieses Fortbildungsangebot Lehrer(innen) sensibilisieren, wie ihre Schule als Institution und in Projekten sich an der Katholischen Soziallehre orientieren kann, etwas forscher in den Katholischen Schulen, etwas vermittelnder in allen anderen Schulen. Dazu gehört etwa das Thema Bildung und Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten und bildungsfernen Familien. Und vieles mehr.

Seminar Teilnehmer 3) Die Katholische Soziallehre ist Teil der katholischen Prägung einer konfessionellen Schule. Viele im "Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn" (und weiteren katholischen Schulen in freier Trägerschaft im Erzbistum) formulierte Aspekte finden unter anderem in der Praxis und Lehre einer Katholischen Soziallehre ihre Umsetzung, einige seien im Folgenden in Erinnerung gerufen: Bei jungen Menschen kann die Orientierung der Kirche in gesellschaftlichen Belangen die Berufung zu einem bestimmten Dienst in der Welt fördern. Konkret wird die Achtung vor der Würde des Menschen sowie die Bewahrung der Schöpfung im politischen und praktischen Engagement gegen Benachteiligungen und Klimawandel. In all diesen Überlegungen wird die "Liebesfähigkeit" über zwischenmenschliche Begegnungen auf die institutionelle und politische Liebesfähigkeit durch politisches Engagement erweitert.

 In den Fortbildungen gilt es, reflektiert und im Gespräch mit der kirchlichen Lehre eigene Überzeugungen herauszubilden und das Handwerkszeug zu beherrschen, eigene Analysen vornehmen und auf der Grundlage des Evangeliums bewerten zu können. Denn die Päpste haben meistens die Weisheit besessen, nur allgemeinere Orientierungen aufzustellen, denn die konkrete Umsetzung setzt die genaue Kenntnis der Lage vor Ort voraussetzt, die vor allem die Laien in ihrem eigenen Umfeld besitzen. Daher ist es eine genuine Berufung, die Katholische Soziallehre im eigenen Verantwortungsbereich fruchtbar zu machen.

Das Konzept der Fortbildungen für Lehrer(innen) sieht anderthalb Tage für die Fortbildung vor, angeboten jeweils einmal im Halbjahr mit einem anderen Schwerpunktthema. Über unterschiedliche didaktische Methoden machen sich die Teilnehmenden mit dem Grundverständnis der Katholischen Soziallehre vertraut und vertiefen dies konkret an einem exemplarischen Praxisfeld. Bei dem jeweiligen Schwerpunktthema können Lehrer(innen) ihren besonderen Interessen folgen, wenigstens vier Varianten hinsichtlich der Konkretion werden nach und nach angeboten. Die geplanten Schwerpunktthemen sind im einzelnen:

Bernhard Riedl Pfarrbriefservice

a) „Kirche und Politik“ greift das überaus brisant diskutierte Verhältnis von Kirche und Staat auf und führt exemplarisch in die Katholische Soziallehre mit einem Schwerpunkt in Politischer Ethik ein.

b) Das Thema „Bildung und Chancengerechtigkeit“ greift die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich und andere soziale Gerechtigkeitsfragen auf, deren Lösungsvorschläge oft eng mit dem Bildungsauftrag von Schulen verbunden werden.

c) Das Thema „Bildung ein Menschenrecht?“ greift mit einem migrationsethischen Akzent die Not von Menschen ohne Papiere auf, vor allem deren Zugang zu Bildung.

Lothar Wolleh Pfarrbriefservice

d) Das Thema „Päpstliche Sozialverkündigung“ greift stärker geschichtliche und kirchenpolitische Aspekte auf und legt einen Schwerpunkt auf die Sozialenzykliken der Päpste in ihrem jeweiligen historischen Kontext.

 Ein medienpädagogisches Angebot sowie die Präsentation von Materialien für den Unterricht runden die Veranstaltung ab. Alle Lehrer(inne)n sollten anschließend ein geschärftes Verständnis vom Einsatz der Kirche für Gerechtigkeit haben. Sie sollten befähigt sein, die Katholische Soziallehre in ihren Unterricht einzubinden und sie im Gespräch mit Eltern und Außenstehenden zu umreißen.

Manche Schätze verderben, wenn ein Geheimnis aus ihnen gemacht wird. Die Katholische Soziallehre entfaltet ihre Wirkung erst, wenn sie als Schatz gehoben, (mit)geteilt und in die Tat umgesetzt wird. War die weltbewegende Dynamik der Katholischen Soziallehre in der Darstellung des Kolumnisten Tony Magliano übertrieben? In jeder Fortbildung werden jedenfalls exemplarisch politische Projekte von kirchlichen Gruppen in ihrem Entstehen und ihrer Wirkung auf Politik und Gesellschaft vorgestellt und analysiert. Die Zukunft wird zeigen, welche gesellschaftsverändernde Dynamik über diese Beispiele hinaus noch in der Katholischen Soziallehre steckt.

 

Themenschwerpunkt 2018:

Rechtsextremismus als Herausforderung für die Katholische Soziallehre

mit PD Dr. Sonja Angelika Strube als Referentin!

Frühere Veranstaltung 2016:

„Warum sich die Kirche in gesellschaftliche Belange einmischt(e)... Ein Grundkurs in Katholischer Soziallehre für Lehrer/innen“

Schwerpunkt: Die Katholische Soziallehre aus historischer Perspektive

Literatur- und Materialliste zum Download HIER!

 

Dr. Andreas Fisch, Referent für Wirtschaftsethik Dr. Andreas Fisch, Referent für Wirtschaftsethik Kontakt bitte über die Kommende Dortmund:

Dr. theol. Andreas Fisch

Referent für Wirtschaftsethik

Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn

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