Tagungshaus
Über 20 Jahre haben die Mercosur-Länder und die Europäische Union um ein Handelsabkommen gerungen. Auch wenn es für beide Wirtschaftsräume wirtschaftliche Vorteile hätte, bleibt zu fragen, inwiefern Mensch und Natur hinreichend im Vertrag geschützt werden? Ein Vertrag ohne Schutzinstrumente wäre ein schwerwiegender und langanhaltender Fehler gegenüber Mensch und Natur heute und morgen. Konrad J. Haase kommentiert im Stand·PUNKT.
"Black Friday", "Sonderangebot", "Ladenöffnungszeiten". Adventszeit als Zeit der Besinnung und Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes als Höhepunkt? Das war einmal. In den vergangenen Jahren wurde die Weihnachtszeit eher als Fest des Konsums begangen und gefeiert. Die Corona-Krise dagegen bietet die Chance den Advent wieder als eine eine Zeit der Stille und der Besinnung wiederzuentdecken. Und als Zeit - des Verzichts auf Überflüssiges.
Ab August 2021 müssen die Fingerabdrücke auf dem Personalausweis gespeichert werden. Wie viel Freiheit darf für die Sicherheit geopfert werden? Da muss sorgfältig abgewogen werden. Eine Totalerfassung und Überwachung aller Bürger*innen ist unvereinbar mit dem Anspruch eines Rechtsstaats, der sich den Schutz der Persönlichkeitsrechte auf die Fahnen geschrieben hat, kommentiert Amosinternational-Chefredakteurin Claudia Schwarz im Stand·PUNKT.
Die Pandemie und ihre Folgen dominieren politisches Handeln und die mediale Berichterstattung. Ein mindestens genauso drängendes Thema steht hintenan: Klimaschutz hat keine Zeit mehr und konservative Politik bremst ihn aus. Die Bewahrung der Schöpfung, der Erhalt der physikalischen Lebensgrundlagen der gegenwärtigen Erdsysteme braucht schnelles Handeln. "Aus Liebe nicht nur zu unseren Kindern", kommentiert Detlef Herbers im Standpunkt.
Die US-amerikanische Präsidentschaftswahl hält alle in Atem, doch auch wenn alle Stimmen ausgezählt sind und der Wahlsieger feststeht, das wesentliche Problem der USA liegt viel tiefer: Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft.
Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, bekleiden sie lediglich knapp ein Viertel der politischen Ämter.
Darum haben Brandenburg und Thüringen Paritätsgesetze verabschiedet, die nun jedoch von den Landesverfassungsgerichten gekippt wurden. Gut so, weil sie verfassungswidrig sind und nicht die Ursachen der fehlenden Parität bekämpfen. Robert Kläsener, Fachbereichsleiter Politische Bildung, kommentiert im StandPUNKT
Die Debatte um eine Studie zu Rechtsextremismus in der Polizei wird kontrovers diskutiert. Dr. Andreas Fisch erinnert daran, dass schon das staatliche Gewaltmonopol und die existenzielle Bedeutung hoheitlicher Aufgaben eine besondere Treue zum Grundgesetz erfordern und ruft eine schockierende Erfahrung vom G8-Gipfel in Genua in Erinnerung, die aufzeigt, was passieren kann, wenn Polizisten menschenverachtend agieren.
Entscheidungen, die auf "Sachzwänge" und "Wirtschaftlichkeit" basieren, gibt es auch in kirchlichen Verwaltungen. Das gilt auch für Arbeitsverhältnisse. "Outsourcen" ist die neue Devise. Es gehört aber zum Wesen des Christseins und damit auch des Wirtschaftens von Christen, Alternativen zu den Spielregeln der freien Wirtschaft zu entwickeln. Verträgt sich die Tendenz zum "Outsourcen" mit der "Dienstgemeinschaft" für den kirchlichen Sendungsauftrag? Unser Fachbereichsleiter für die Mitarbeitervertretungen, Burkhard Becker, mit dem Standpunkt.
Die Enzyklika "Fratelli tutti" (Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft) von Papst Franziskus plädiert für eine glaubens- und grenzüberschreitende Sozialutopie. Aus der Erfahrung der Verwundbarkeit - besonders tiefgehend in der Zeit der Corona-Krise - reift die Einsicht, dass jetzt die Stunde gekommen ist, um "von einer einzigen Menschheit zu träumen", die nationale und Einzelinteressen überwindet. In der Enzyklika zeigt sich aber auch eine Weltkirche von Weltformat, die religiöse und weltanschaulich vielfältige Stimmen in sich trägt, die Liebe Gottes für jeden Menschen anerkennt und an die Gleichheit und Geschwisterlichkeit aller Menschen erinnert, kommentiert Direktor Prälat Dr. Klasvogt im Standpunkt.